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Die 5 besten Angeltipps für Einsteiger

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Die 5 besten Angeltipps für Einsteiger

Die 5 besten Angeltipps für Einsteiger

Angeln ist eines der entspannendsten Hobbys, die es gibt. Raus an die frische Luft, Ruhe genießen und mit etwas Glück einen schönen Fisch fangen. Aber der Einstieg kann auch überwältigend sein: Welchen Fischereischein brauche ich? Welche Rute soll ich kaufen? Wo darf ich überhaupt angeln?

Keine Sorge. In diesem Artikel bekommst du fünf praxisnahe Tipps, die dir den Start erleichtern — ohne unnötige Verkomplizierung. Angeln ist kein Raketenwissenschaft. Aber ein paar Grundlagen solltest du kennen.

Tipp 1: Den richtigen Fischereischein machen

In Deutschland brauchst du zum Angeln in der Regel einen Fischereischein. Das ist dein Nachweis, dass du die Grundlagen der Fischkunde, des Tierschutzes und der Fischereigesetze kennst. Den Fischereischein bekommst du nach einer bestandenen Fischereiprüfung — umgangssprachlich auch „Angelschein” genannt.

Wie läuft die Prüfung ab?

Je nach Bundesland unterscheiden sich die Voraussetzungen. In den meisten Ländern besuchst du einen Vorbereitungskurs (oft 30 Stunden), der Themen wie Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Naturschutz und Fischereirecht abdeckt. Anschließend legst du eine schriftliche Prüfung ab. In einigen Bundesländern kommt eine praktische Prüfung hinzu, bei der du eine Angelrute zusammenbauen und die Geräte benennen musst.

Die Kosten liegen je nach Bundesland zwischen 100 und 250 Euro für Kurs und Prüfung zusammen. Der Fischereischein selbst wird dann von der zuständigen Behörde ausgestellt — in vielen Bundesländern als Fischereischein auf Lebenszeit.

Du willst erst mal reinschnuppern?

In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gibt es den sogenannten Touristenfischereischein. Damit darfst du ohne Prüfung angeln — ideal, um das Hobby erst mal auszuprobieren, bevor du dich für den vollen Fischereischein entscheidest.

In M-V kostet der Touristenfischereischein 24 Euro und gilt für 28 Tage. In Schleswig-Holstein gibt es ein ähnliches Modell. Du bekommst den Schein bei den örtlichen Ordnungsbehörden oder Tourist-Informationen. Zusammen mit dem Schein erhältst du eine Broschüre, die die wichtigsten Regeln für den waidgerechten Umgang mit dem Fisch erklärt.

Das ist eine tolle Möglichkeit, wenn du im Urlaub einfach mal eine Angel ins Wasser halten möchtest.

Tipp 2: Einfach anfangen — Pose und Wurm am See

Es gibt Angler, die sich vor dem ersten Wurf monatelang durch Foren, YouTube-Videos und Produkttests wühlen. Das ist nicht falsch — aber es kann auch lähmen. Unser Rat: Fang einfach an.

Die einfachste Methode für Einsteiger:

Eine Posenrute (Stipprute oder Teleskoprute, ca. 3-4 Meter), eine einfache Pose, ein Haken der Größe 8-10, ein paar Schrotbleie und Tauwürmer als Köder. Das reicht, um am Ufer eines Sees die ersten Fische zu fangen.

Setze dich an eine ruhige Stelle, wirf deine Montage ins Wasser und beobachte die Pose. Wenn sie abtaucht oder zur Seite wandert, beißt ein Fisch. Anschlagen, Fisch drillen, landen — fertig.

Was fängst du damit?

Mit dieser einfachen Methode fängst du Rotaugen, Brassen, Barsche und mit etwas Glück auch mal einen Karpfen. Das sind alles Fische, die in den meisten Seen vorkommen und gerade für Anfänger gut geeignet sind.

Was kostet die Grundausrüstung?

Eine brauchbare Einsteigerausrüstung (Rute, Rolle, Schnur, Haken, Posen, Bleie, Kescher, Hakenlöser) bekommst du ab ca. 50-80 Euro. Du brauchst am Anfang keine High-End-Ausrüstung. Investiere lieber in gute Haken und einen vernünftigen Hakenlöser — damit schonst du den Fisch.

Tipp 3: Die richtige Gewässerwahl

Ein häufiger Anfängerfehler: Man sucht sich das bekannteste oder anspruchsvollste Gewässer aus und wundert sich dann, warum man nichts fängt. Große Flüsse mit starker Strömung, tiefe Seen mit riesiger Fläche oder stark befischte Vereinsgewässer — das sind nicht unbedingt die besten Plätze für den Anfang.

Besser geeignet für Einsteiger:

  • Kleine Seen und Teiche — überschaubar, oft guter Fischbestand, kurze Wege
  • Ruhige Kanäle — kaum Strömung, gleichmäßige Tiefe, leicht zu beangeln
  • Forellenseen (Put-and-Take) — hier sind die Fische frisch eingesetzt und beißen bereitwillig. Ideal, um erste Fangszenen zu erleben und den Drill zu üben

Such dir ein Gewässer in deiner Nähe, das einen guten Ruf bei Einsteigern hat. Frag in lokalen Angelgruppen oder schau auf fiskado.de/gewaesser nach Gewässern in deiner Region. Dort findest du über 3.600 Gewässer mit Infos zu Fischarten, Regeln und verfügbaren Angelkarten.

Und noch ein Tipp: Geh die ersten Male nicht allein. Ein erfahrener Angelkumpel kann dir mehr beibringen als jedes YouTube-Video. Viele Angelvereine bieten auch Schnuppertage oder Jugendgruppen an.

Tipp 4: Schonzeiten und Mindestmaße kennen

Dieser Punkt ist nicht der spannendste, aber einer der wichtigsten. In Deutschland gelten für die meisten Fischarten Schonzeiten und Mindestmaße. Während der Schonzeit darf ein Fisch nicht gefangen (und wenn doch, muss er sofort zurückgesetzt) werden, weil er sich in dieser Zeit fortpflanzt. Das Mindestmaß stellt sicher, dass ein Fisch sich mindestens einmal im Leben fortgepflanzt hat, bevor er entnommen wird.

Beispiele (können je nach Gewässer und Bundesland abweichen):

  • Hecht: Schonzeit oft Januar bis April, Mindestmaß häufig 50 cm
  • Zander: Schonzeit oft März bis Mai, Mindestmaß häufig 50 cm
  • Barsch: In vielen Gewässern keine Schonzeit, Mindestmaß oft 20-25 cm
  • Forelle (Bachforelle): Schonzeit oft Oktober bis März, Mindestmaß häufig 25-30 cm

Alle Angaben ohne Gewähr. Aktuelle Bestimmungen beim Fischereiberechtigten prüfen.

Wo findest du die aktuellen Regelungen?

Die Schonzeiten und Mindestmaße stehen in der Regel auf deiner Angelkarte oder auf der Gewässerseite des jeweiligen Fischereiberechtigten. Auf fiskado.de findest du diese Infos direkt beim jeweiligen Gewässer.

Merk dir: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Wenn du mit einem untermaßigen Fisch oder während der Schonzeit erwischt wirst, drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall der Entzug deines Fischereischeins.

Tipp 5: Respekt vor Natur und Fisch

Angeln ist mehr als Fische fangen. Es bedeutet, draußen in der Natur zu sein und Verantwortung für die Umwelt und die Tiere zu übernehmen. Ein paar Grundsätze, die du von Anfang an verinnerlichen solltest:

Waidgerechter Umgang mit dem Fang: Wenn du einen Fisch entnimmst, betäube ihn sofort mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf (Fischtöter) und töte ihn dann mit einem Herzstich oder Kiemenschnitt. Das gehört zur Fischereiprüfung, und du solltest es beherrschen, bevor du ans Wasser gehst.

Keinen Müll hinterlassen: Nimm deinen Müll mit — und ruhig auch den, den andere hinterlassen haben. Abgeschnittene Schnüre, Verpackungen und Köderdosen haben am Gewässer nichts verloren. Vögel und andere Tiere können sich darin verfangen.

Rücksicht auf andere: Am Wasser bist du selten allein. Halte ausreichend Abstand zu anderen Anglern, sei ruhig und respektiere die Natur. Betritt keine geschützten Uferzonen und halte dich an die Regelungen des Gewässers.

Fangbegrenzungen einhalten: Viele Gewässer haben eine tägliche Fangbegrenzung. Halte dich daran — auch wenn die Fische gerade gut beißen. Eine nachhaltige Befischung sorgt dafür, dass auch in Zukunft genug Fische im Gewässer sind.

Fazit: Einfach loslegen

Der beste Angeltipp für Einsteiger ist eigentlich ganz simpel: Mach den Fischereischein, besorg dir eine einfache Ausrüstung, kauf dir eine Angelkarte und geh ans Wasser. Du wirst am Anfang Fehler machen — das ist völlig normal. Jeder erfahrene Angler hat mal klein angefangen.

Wichtig ist, dass du Spaß an der Sache hast, die Regeln kennst und respektvoll mit Natur und Fisch umgehst. Alles andere kommt mit der Erfahrung.

Auf fiskado.de findest du über 3.600 Gewässer in ganz Deutschland, inklusive Angelkarten, die du direkt online kaufen kannst. So kannst du dich aufs Wesentliche konzentrieren: Angeln.

Petri Heil und viel Spaß am Wasser!

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Fiskado
Autor Fiskado-Redaktion