Graskarpfen — Steckbrief
Ursprünglich aus Ostasien, als biologischer Rasenmäher gegen Verkrautung eingesetzt — der Graskarpfen frisst täglich sein eigenes Körpergewicht an Wasserpflanzen. Ctenopharyngodon idella wird bis über einen Meter lang, hat keine Barteln und ein breites Maul mit fleischigen Lippen. Am Haken ein ausdauernder Kämpfer, der oft gar nicht als Zielfisch geplant war.
Lebensraum
Warme, flache Seen und Teiche mit reichem Pflanzenwuchs. Oft in Baggerseen und Vereinsgewässern besetzt, wo er Krautfelder kurz hält. Braucht Wassertemperaturen über 20°C zum Laichen — pflanzt sich in Deutschland kaum natürlich fort.
Angelmethoden
Grundangeln mit pflanzlichen Ködern. Auch Posenangeln in Ufernähe. Ähnliches Gerät wie beim Karpfenangeln, aber oft leichter.
Köder-Tipps
Mais (Dosenmais oder Hartmais), Brot, Teig, gekochte Kartoffeln, frische Grashalme oder Schilfspitzen. Boilies mit Fischmehl funktionieren ebenfalls.
Beste Saison
Sommermonate von Juni bis September, wenn das Wasser warm ist und der Graskarpfen aktiv frisst. An warmen Tagen auch an der Oberfläche zu beobachten.
Profi-Tipps
Graskarpfen sind scheu und misstrauisch. Leise ans Wasser, feines Vorfach, und Geduld. Anfüttern mit Mais über mehrere Tage erhöht die Chancen deutlich. Vorsicht: starker Kämpfer, der gerne ins Kraut flüchtet.
Häufige Fragen zum Graskarpfen angeln
Ist der Graskarpfen ein Karpfen?
Er gehört zur Familie der Karpfenfische, ist aber eine eigene Art. Im Gegensatz zum Karpfen hat er keine Barteln und frisst fast ausschließlich Pflanzen.
Warum werden Graskarpfen besetzt?
Hauptsächlich zur biologischen Gewässerpflege — sie fressen Wasserpflanzen und halten Gewässer frei von Verkrautung.
10 Bundesländer, Angelkarten ab 2 €
Graskarpfen in Deutschland
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